mark whitwell

Heart of Yoga

Herzlich willkommen

Liebe Freundin, lieber Freund,

Yoga ist Deine direkte, unmittelbare Verbindung mit dem Wunder des Lebens. Du musst nichts suchen, Du musst keine intellektuellen Diskurse führen, Du musst Deinen Körper nicht künstlich verbiegen, um „irgendwohin“ zur Erleuchtung zu gelangen. Du bist und warst schon immer Teil dieses Wunders - Einheit statt Getrenntsein.

„Passt den Yoga dem Menschen an, nicht den Menschen dem Yoga. Für jede Person gibt es den perfekten Yoga-Weg. Wenn Du atmen kannst, kannst Du auch Yoga üben“, diese Worte meines Lehrers Sri T. Krishnamacharya sind die Grundlage von Heart of Yoga.

Finde also Deinen ganz persönlichen Yoga-Weg und sei glücklich, dass Du am Wunder des Lebens so direkt und unmittelbar teilhaben kannst – am Wunder des Lebens, einschließlich des unsichtbaren Ursprungs, der all dies hervorgebracht hat.

Du bist gesegnet und Du segnest.
Du wirst geliebt und Du liebst.
Du bist genährt und Du nährst.

Namaste,
Mark Whitwell

The Promise Im Juni erscheint Marks neues Buch
'The Promise'

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Mark Whitwell

Über Mark

Marks spirituelle Reise begann in den 1970ern, als er – damals noch ein Jugendlicher – den Beatles nach Indien folgte. Dieser erste Aufenthalt war der Beginn seiner intensiven Studienzeit bei verschiedenen indischen Lehrern. Lange Jahre war er persönlicher Schüler von Sri T. Krishnamacharya und dessen Sohn T.K.V. Desikachar. Seit über 20 Jahren lehrt Mark in Neuseeland, Australien, den USA und Europa.

Herz-Yogasutra

Das Hridayayogasutra

  1. Die Annahme, die Wahrheit sei abwesend und müsse gefunden werden, ist kulturell tief verwurzelt, wobei es keine Rolle spielt, ob wir religiös sind oder nicht.

    Sonne

  2. Unser ungeprüftes kulturelles Verhalten, Gott oder Erleuchtung genannte „höhere Wirklichkeiten“ in den Raum zu stellen und zu suchen, ist in Form einer Lehre in vielen Gesellschaften als Werkzeug der politischen Macht verbreitet. Es liegt in ihrer Natur, das Wunder der gegenwärtigen Wirklichkeit und ihrer Macht zu verleugnen, vor allem, wenn sie als männlich/weibliche Gegenseitigkeit zum Ausdruck kommt.

    Welle

  3. Suchen nimmt dem Einzelnen seine eigene Kraft und Intelligenz, die das Leben ist, so wie das kulturelle Modell des vollkommenen Menschen (des erleuchteten Menschen) an sich die Vollkommenheit verleugnet, die das in jedem Menschen bereits bestehende Leben ist. Der Körper und alles, was erfahren wird, ist der absolute Zustand, nicht die Absolutheit der Kultur, die Mutmaßung ist und die Aufmerksamkeit von der Wirklichkeit fortlenkt.

    Feuer

  4. Erkenntnis allein führt zu Frieden und erfordert weder Bekräftigung noch Beweis durch Erfahrung. Erkenne also einfach. Im Schmerz von Geburt und Tod und in den gesellschaftlichen Verirrungen unserer Zeit ist es nicht möglich, zu einem auf Erfahrung beruhenden Frieden zu gelangen, der eine bleibende Wirkung hat. Hör deshalb auf, es zu versuchen. Frieden liegt nicht in einer Wahrnehmung oder Erfahrung. Er liegt in dem, was du bist.

    Sonne

  5. Einzig und allein dieses Erkennen ermöglicht es einem Menschen, sich vom aufreibenden Automatismus einer kulturell verordneten Suche in den natürlichen Zustand und in das Wunder des bereits gegebenen Lebens hinein zu entspannen. Authentischer Yoga beginnt als das Werkzeug des Lebens zur Selbsterneuerung. Dies geschieht, wenn der Verstand von der Gewohnheit, das zu suchen, was wir nicht sind, und von der Verleugnung des Lebens ablässt.

    Welle

  6. Die Intelligenz und die Kraft des Lebens erscheinen als Gegenseitigkeit, polare Gegensätze im Zustand der Vereinigung. Durch natürliche Teilhabe an diesen Vereinigungen lösen sich alle Überbleibsel des vom Verstand angenommenen Getrenntseins von der Wirklichkeit auf. Der Verstand wird klar, während er sich mit dem gesamten Körper verbindet und durch die angeborene Intelligenz des Lebens informiert wird. Männliche und weibliche Qualitäten werden wiederhergestellt. Im natürlichen Zustand werden das männliche und weibliche Wesen innen wie außen klar unterschieden und in ekstatischer, fortgesetzter Vereinigung empfunden als der grundlegende Prozess des Lebens, individuell zum Ausdruck gebracht.

    Feuer

  7. Sprache, vor allem in Form heiliger Schriften, ist die Normung der Suche des Verstandes, die den natürlichen Zustand leugnet. Auch wenn ihr ein Zauber innewohnt und sie Perlen der Weisheit enthält, gibt sie von Natur aus zu verstehen, dass die Wahrheit abwesend ist und gefunden werden muss. Nachdem sie dem gesellschaftlichen Verstand mithilfe männlicher Autorität als „Gottes“ Wort oder Ähnliches aufgezwungen wurde, wird sie zur festen Annahme, die nur durch die Erkenntnis ihrer Nichtnotwendigkeit beseitigt werden kann.

    Sonne

  8. Glücklicherweise haben frühe Weisheitskulturen diese Polaritäten erkannt und in Konzepten wie Yin und Yang oder Shiva und Shakti beschrieben. Ohne das Werkzeug, sie als die tatsächlichen Zustände des Lebens zu erfahren (das Yoga sein kann), neigt eine solche Sprache allerdings dazu, Abstraktionen zu erschaffen und eine Suche nach ihrer Verwirklichung in Gang zu setzen, so, als ob sie abwesend wären.

    Welle

  9. Ein Feingefühl für die Polaritäten des Körpers – links zu rechts, vorne zu hinten und insbesondere oben zu unten –, das mit der Bewegung des Atems koordiniert wird, sorgt dafür, dass sich auch ein Feingefühl für die elementare Polarität von weiblich und männlich entwickelt. Gesellschaftlich bedingte Beschränkungen der männlich/weiblichen Gegenseitigkeit sorgen dafür, dass die Polarität zwischen Mann und Frau sich normalerweise erst dann entwickelt, wenn ein Feingefühl für die anderen Polaritäten erworben wurde. Die Entwicklung von Gegenseitigkeit auf der inneren Ebene lässt äußere Gegenseitigkeit entstehen und umgekehrt. Beide stoßen einander gegenseitig an. Die Nähe zum eigenen Selbst und zu anderen Menschen wird wiederhergestellt.

    Feuer

  10. Yoga ist eine leicht zu erlernende Technik, bei der die Stärke des Lebens die nährende Kraft des Lebens empfängt. Wenn er richtig praktiziert wird, ohne Anstrengung oder Besessenheit, dann führt Yoga zu mehr Klarheit, größerem Frieden und größerer Macht, der natürlichen Form des Lebens. Im Leben und im Yoga ist das Weibliche, die Fähigkeit, zu empfangen und empfangen zu werden, geringfügig wichtiger als Stärke. Empfänglichkeit macht die Stärke stärker und lässt intelligente, dauerhafte männliche Kraft entstehen.

    Sonne

  11. Die rechte Seite, die Basis und die Rückseite des Körpers sind die Träger des männlichen Prinzips. Die linke Seite, der Scheitel und die Vorderseite sind die Träger des weiblichen Prinzips. Der Ausatem trägt die männliche Kraft, während der Einatem die weibliche Kraft empfängt. Die Basis und die Wirbelsäule stützen die empfängliche Vorderseite sowie den Scheitel darüber. Im Leben ist es die Stärke, die empfängt. Geben und Empfangen werden als der natürliche Zustand des Lebens wiederhergestellt. Bei der Vereinigung der Polaritäten stärkt jedes Prinzip das jeweils andere. Asana, Pranayama, Meditation und das Leben sind ein nahtloser Prozess, durch den die natürlichen Polaritäten des Lebens anerkannt und aufgenommen werden. Die Intelligenz der männlich/weiblichen Gegenseitigkeit ist nicht nur in jeder Zelle, sondern auch in der gesellschaftlichen Weisheit eines freien Lebens gegenwärtig.

    Welle

  12. Die Vereinigung der Polaritäten des Lebens findet statt als die männliche Hingabe an das weibliche Prinzip. Ihre einfachste Ausdrucksform ist die Fähigkeit, im Asana über die Einatmung zu empfangen. Stärke (männlich) muss empfangen (weiblich) und empfangen werden. Das ist die Form des Lebens. Die Stärke (Sonne) ruht in der Basis und in der Wirbelsäule und empfängt (Mond) von oben durch den Scheitel und die Vorderseite. Der Stärke wird durch Ausatmung gedient, und der Empfänglichkeit wird durch Einatmung gedient. Das Weibliche stärkt das Männliche und umgekehrt. Die Vereinigung von männlich und weiblich dient der Polarität von Himmel und Erde als das Mittel, durch das der Geist Form annimmt. Ihr höchster Ausdruck ist die Bereitschaft, einen anderen Menschen, einschließlich der Mutter und ihrer gesamten Nachkommenschaft, in der nährenden Kraft zu empfangen, die das Leben ist. Das ist alles, was zur Gotteserkenntnis und für ein glückliches Leben notwendig ist.

    Feuer

  13. Die Wiederherstellung der natürlichen Polaritäten im Körper, im Atem und in Beziehungen (in dieser Reihenfolge) macht Heilung in jeder Hinsicht möglich. Yoga, der richtig auf den individuellen Menschen angewandt wird, dient der Gegenseitigkeit einer innigen Beziehung, die das machtvollste Werkzeug der Heilung ist. Dabei müssen der Körperbau, das Alter, der Gesundheitszustand und auch der kulturelle Hintergrund eines Menschen berücksichtigt werden. Dieses Feingefühl kann mit der Hilfe eines Lehrers erlernt und praktiziert werden.

    Sonne

  14. Zufriedenheit, Wohlbefinden, Weisheit und Erkenntnis liegen in der Macht der Gegenseitigkeit zwischen den polaren Gegensätzen, Mann und Frau. Sie sind im Eingeständnis, der Teilhabe und der Hingabe an die Tatsache zu finden, dass der eine Pol ohne den anderen nicht existiert. Dies ist die Erkenntnis des Herzens oder Ganzen. Es ist eine bittere Pille angesichts des Schmerzes, der die Sexualität in Beziehungen kennzeichnet, und des herrschenden gesellschaftlichen Einflusses, der nahelegt, dass Weisheit in der Überwindung der Sexualität liegt. Es ist jedoch eine Herausforderung, die innerhalb unserer Möglichkeiten liegt. Negative gesellschaftliche und persönliche Wesenszüge werden im Laufe der Zeit durch positive Muster, die natürlichen Reaktionen auf Intimität, ersetzt. Die Freiheit polarisierter Vereinigung mit unseren fassbaren Wirklichkeiten (links zu rechts, oben zu unten, vorne zu hinten, weiblich zu männlich, außen zu innen) ist natürlich, besteht bereits und liegt innerhalb der menschlichen Reichweite, während dies bei dem religiösen Lehrsatz der Transzendenz nicht der Fall ist.

    Welle

  15. Die feinstofflichen Energien, die spirituell Praktizierende im vertikalen oder aufsteigenden Feld des Körpers schätzen, werden durch den zugehörigen Zustand, das horizontale Feld des Körpers, erweckt und in diesem genutzt, im Leben als Leben. Ohne die horizontale Ebene ist Bewusstheit in der vertikalen Ebene auf ein Mindestmaß beschränkt, und die Fixierung der Aufmerksamkeit in den feinstofflichen Energien ist gefährlich und ein oft begangener Fehler. Robuste Verbundenheit im Leben ermöglicht Stärke und ungehindertes Bewusstsein für die Energie im Scheitel und oberhalb des Scheitels.

    Feuer

  16. Der höchste Ort yogischer Bewusstheit im Leben ist das Herz, nicht der Kopf. Das Herz wird nur durch Teilhabe an den natürlichen Polaritäten des Lebens offenbart, insbesondere Basis zu Krone und innen zu außen. Die Offenheit des gesamten Körpers offenbart das offene Herz.

    Sonne

  17. Erleuchtung hat kein bestimmtes Aussehen und entspricht auch keinem kulturellen Modell vollkommenen Verhaltens oder vollkommener Seligkeit. Sie ist ganz einfach das Erkennen und die Freude an der offensichtlichen Vollkommenheit, die das Leben ist. Das, was wie eine gesellschaftliche Beschränkung aussieht, kann andauern. Wie kannst du eine vollkommene Beziehung haben, wenn du es mit einer zweitausendfünfhundertjährigen Verleugnung sowohl der Sexualität als auch der Frauen zu tun hast? Das Wissen, dass die männlich/weibliche Polarität der Vereinigung von Geist und Form, dem Ungeschauten und dem Geschauten, Himmel und Erde dient, kann dazu beitragen, der Gesellschaft und für dir selbst Klarheit in zu bringen.

    Welle

  18. Freiheit liegt in absoluter Eigenständigkeit, in der Erkenntnis, dass das Leben, wie es bereits gegeben ist, erfüllt und hinreichend ist und nichts weiter braucht als die Unterstützung, die uns durch die Natur schon zuteil wird. Diese Eigenständigkeit schließt Gegenseitigkeit, also die natürliche Bewegung des Lebens hin zum Leben, des einen Pols zum anderen, nicht aus und kann dies auch nicht tun.

    Feuer

  19. Die Yoga-Praxis ersetzt negative Muster durch positive Muster. Aber auch positive Muster machen abhängig und erlegen dem natürlichen Leben einen Zwang auf. Diese Muster rufen die Annahmen des Verstandes von besser oder schlechter, gesund oder nicht gesund, getrennt oder nicht getrennt hervor. Sie leugnen die ungeheure Intelligenz des Lebens, die im Körper unaufhörlich am Werk ist. Das Leben arbeitet perfekt und kann mit allem umgehen. Beim Yoga geht es darum, es endlich vom einschränkenden Zwang des Verstandes zu befreien, nicht darum, es mit weiteren Mustern noch weiter einzuschränken. Die Mittel, die positive Muster erzeugen, und die Werkzeuge, die zur Erkenntnis führen, werden deshalb irgendwann aufgegeben, sodass das Leben in keiner Hinsicht mental eingeschränkt wird.

    Sonne

  20. Wir können positive Muster nicht durch bewussten Vorsatz aufgeben, den wir wie eine Methode benutzen, denn das ist nur ein weiterer Zwang, der von der Annahme ausgeht, das Leben sei ein Problem, das es zu lösen gilt. Darüber hinaus können bestimmte Heilungsprozesse notwendig sein, die durch zielgerichtete Praktiken in Gang gesetzt werden. Muster kann man nicht nur äußerlich aufgeben. Wir können allerdings im Rahmen der Erkenntnis praktizieren, dass unser Leben eine ungeheure Intelligenz ist. Verhaltensmuster fallen auf ganz natürliche Weise fort, wenn man spürt, dass sie belanglos sind, oder erkennt, dass sie unnötig sind. Wir stehen im Leben als das Leben in seinem makellosen, uneingeschränkten Wesen, seiner ungeheuren Intelligenz, seinem Frieden und seiner Macht, die bereits besteht. Hier beginnt authentischer Yoga als die natürliche Energie des Lebens. Wir kommen in einen Zustand der Entspannung. Die natürliche Bewegung des Lebens und seine Antwort auf Verbundenheit gehen weiter, erfordern aber keinen bewussten Vorsatz, der das System stört. Der Yoga für Körper, Atem und Beziehung nimmt eine natürliche, nicht zwanghafte Form an.

    Welle

  21. Diese Veränderung von „negativen“ Mustern zu „positiven“ Mustern, zum uneingeschränkten Wunder des Lebens, mag zwar wie ein fortschreitender Prozess aussehen, ist es jedoch nicht. Der Glaube an die Notwendigkeit eines Musters (negativ oder positiv) ist Abhängigkeit, die den natürlichen Zustand des Lebens behindert. Im Allgemeinen ist es schwieriger, positive Muster loszulassen, weil sie eine so glanzvolle und anregende Wirkung haben. Wir haben unsere Eisenketten gegen goldene Ketten eingetauscht und sind nun – im wahrsten Sinne des Wortes – vom Gold gefesselt. Das Erkennen des natürlichen Zustandes und die damit verbundene Befreiung können jederzeit eintreten und erfordern keinen fortschreitenden Prozess. Veränderung ist unvorhersagbar und kann nicht prophezeit werden. Sie kann zu jeder Zeit plötzlich oder allmählich geschehen. Dadurch, dass wir begrenzende Muster zutiefst verstehen und den Mut haben, auf unserem eigenen Boden als das Leben zu stehen, wie es gegeben ist, geschehen Veränderungen auf spontane, natürliche Weise.

    Feuer

  22. Bei der körperlichen Praxis geht es in erster Linie um die freie Teilhabe am Atem. Beim Atem zu sein heißt, bei dem zu sein, was uns atmet. Der Körper bleibt weich und in die Atembewegung eingebunden, und die sich bewegende Körperstruktur dient dem Atemvorgang. Körperbewegung ist Atembewegung und umgekehrt. Der Geist nimmt auf natürliche Weise an diesem Prozess teil und wird klar, wenn er sich mit dem ganzen Körper, der Intelligenz des Lebens, verbindet. Das mag eine Herausforderung sein, ist aber keine Anstrengung. Die Herausforderung liegt in den Grenzen des Atems, nicht in der Muskulatur. Die Übungen werden auf jeden Menschen individuell zugeschnitten, und jeder Mensch ist in der Lage, echten Yoga zu praktizieren. Yoga will weder die vom Verstand vorgezeichnete Struktur des Körpers noch irgendeinen kulturellen Lehrsatz aufzwingen. Der Atem sollte ebenfalls nicht übermäßig kontrolliert werden, sondern natürlich und sanft in einem bequem zu bewältigenden Atemverhältnis fließen. Das Ziel von Yoga besteht darin, den Organismus von den Einschränkungen des Geistes zu befreien, nicht darin, ihm Einschränkungen aufzuerlegen. Dies geschieht durch innige Verbindung mit Körper, Atem und Geist als einem einzigen Prozess. Schließlich erkennt man auch dieses Ziel als Hindernis und als unnötig, weil der lebende Organismus bereits in seiner Intelligenz, dem natürlichen Zustand, ruht. Es gibt keine Schritte, die unternommen werden müssten.

    Sonne

  23. Religiöse Werkzeuge können benutzt werden, um eine innige Verbindung zu würdigen, müssen jedoch von begrenzenden Glaubenssystemen oder der Täuschung, dass sie notwendig seien, frei bleiben. Dann werden sie machtvoll.

    Welle

  24. Die Tiefe der Energie und Intelligenz des Lebens wird durch Teilhabe am Leben als dem ganzen Körper erkannt. Dazu gehört die Basis des Körpers ebenso wie alles, was darüber liegt. Der Gipfelpunkt dieser Erfülltheit, der Ort uneingeschränkter Gefühlstiefe, ist das Herz, hrid, der „Sitz" von Geist und Körper. Es ist der Punkt, an dem die vollkommene Vereinigung von männlich und weiblich zur ersten Zelle des Lebens in unserer physischen Form stattfand. Von hier ausgehend entwickelten sich die Wirbelsäule und der gesamte physische und energetische Körper, und von hier ausgehend arbeiten sie jetzt.

    Feuer

  25. Der Geist und alle Erfahrung scheinen dieser Tiefe des Gefühls im Herzen zu entspringen. Es ist eine Tiefe und ein Platz, und es kann nicht bewusst oder absichtlich entdeckt, sondern nur auf eine natürliche Weise gespürt werden, wenn der ganze Körper entspannt ist und an seinem Leben und an Beziehungen teilhat.

    Sonne

  26. Eine effektive Beziehung zwischen Lehrer und Lernendem hat die Form einer natürlichen und gegenseitigen Freundschaft. Alles andere vermittelt nur kulturelle Konzepte und Begrenzungen, nicht aber die Erkenntnis des Herzens. Personen und Institutionen bedienen sich reizvoller und sogar zutreffender Weisheitskonzepte, um gesellschaftliche Machtdynamiken zu erzeugen, die die Beteiligten an die vermeintliche Dichotomie von Wissen und Nichtwissen, Besonderheit und Nichtbesonderheit fesseln. Das Herz des Yoga kann nur in einer echten Freundschaft vermittelt werden, die über die herkömmliche Gesellschaftsstruktur hinausgeht.

    Welle

  27. In aufrichtiger und tiefer Freundschaft hilft der Lehrer anderen Menschen dabei, ihren eigenen, einzigartigen Weg und Ausdruck zu finden. Lediglich der Bestimmung des Lehrers zu folgen führt dazu, dass man sich verirrt. Im Rahmen dieser unabdingbaren Gegenseitigkeit besteht die Rolle des Lehrers darin, einen Menschen in der Praxis seiner wichtigen Polaritäten in Körper, Atem und inniger Beziehung zu unterweisen. Der Lehrer kann einem Menschen auch helfen, Klarheit in seine Absicht und seine Richtung im Leben zu bringen. Der Lehrer bietet einen hilfreichen Rahmen inmitten der positiven und mitunter schwierigen Veränderungen, die sich durch die Praxis ergeben. Der Glaube an den Yoga entwickelt sich durch Vertrauen in die Beziehung zwischen Lehrer und Lernendem und im Erkennen der Logik, die dem Yoga innewohnt. Klarheit hängt letztlich von der klaren Absicht des betreffenden Menschen ab, gesund zu sein und regelmäßig zu praktizieren.

    Feuer

  28. Jede noch so hilfreiche Lehre ist von einem Widerspruch geprägt, der darin liegt, dass du keine Hilfe brauchst. Die ungeheure Intelligenz und Unendlichkeit des Lebens bestehen in vollem Umfang in dir, als du. Jeder echte Freund [Lehrer] wird dir helfen, dies zu verstehen, und macht damit die Aufgabe des Lehrers überflüssig. Spirituelle Übertragung findet nur in aufrichtiger Freundschaft statt. Der Lehrer ist ein ebenbürtiger Freund, nicht mehr und nicht weniger. Ohne diese Eigenschaft ist der Lehrer ein Hindernis und das Problem selbst. Aus der Achtung für jeden Menschen heraus hat ein wahrer Lehrer die Verantwortung, das überzeugende und weit verbreitete gesellschaftliche Modell der Ungleichheit vorbildlich abzubauen. Das ist der spirituelle Prozess. Er stellt jeden Menschen auf seinen eigenen Boden als das Leben selbst, in freier und unbehinderter Beziehung zu allem und jedem.

    Sonne

  29. Wir alle leiden von der Geburt bis zum Tod. Güte dir selbst und anderen Menschen gegenüber ist daher die angemessene Antwort. Es gibt keinen Weg, der aus der grundlegenden Schwierigkeit des Lebens hinausführt. Uns wird jedoch beigebracht, dass wir glücklich sein oder zumindest das Glück finden sollen. Folglich vergrößern wir unser Leiden, unsere Scham und unser geringes Selbstwertgefühl, wenn der Schmerz offen zutage tritt, was unvermeidlich ist. Die Tatsache zu akzeptieren, dass wir leiden, statt dagegen anzukämpfen, trägt viel dazu bei, den Schmerz zu lindern, und motiviert zu zweckmäßigen, hilfreichen Praktiken. Das Leiden wird größer, bis wir es eingestehen können, je früher, desto besser. Das Eingeständnis unseres Leidens beendet jede Vorspiegelung und lässt uns die Wirklichkeit des Lebens, seinen Frieden und seine Macht spüren.

    Welle

  30. Um sich selbst zu verwirklichen, um das Leben zu verwirklichen, muss ein Mensch frei sein von Rollenbildern, die ihm die Kultur aufzwingt, und selbst etwas tun. Auch die Nachahmung kultureller Idealvorstellungen bleibt eine Nachahmung und geschieht, wenn überhaupt, nur äußerst selten. In allen Bereichen – Beziehung, Kunst und Yoga eingeschlossen – hat ein Mensch die Möglichkeit, sein eigenes, einzigartiges Leben auf vollkommene Weise zum Ausdruck zu bringen. Normalerweise ist es eine einfache, natürliche Ausdrucksform, die frei ist von Leistungsansprüchen oder irgendwelchen Wertvorstellungen. Sie ist auch gegenwärtig in der dem Körper eigenen Verbundenheit mit und seiner organischen Reaktionsfähigkeit allem gegenüber, was Ausdruck seiner angeborenen Intelligenz als Leben ist. Wahrheit ist immer und überall der Zustand aller Menschen. Die tiefsten Offenbarungen sind deshalb zu allen Zeiten – die heutige Populärkultur eingeschlossen – durch die Kreativität der Menschen überall zum Ausdruck gebracht worden. Sie verdienen ebenso viel Respekt und Aufmerksamkeit wie die großen Offenbarungen der Vergangenheit. Sie sind von wesentlicher Bedeutung für unsere Zeit, und (dein eigenes) authentisches Handeln ist ein wichtiger Beitrag zur Entfaltung kultureller Weisheit.

    Feuer

  31. Gesellschaftliche Rollenbilder, die von den Eltern weitergegeben werden, stellen meist eine Begrenzung für Nähe und Intimität dar. Verhaltensweisen werden ganz automatisch nachgeahmt. Beim Yoga geht es darum, diese begrenzenden Rollenbilder zu erkennen und zu verstehen, um durch die fassbaren Bindeglieder zum Leben (Körper, Atem und Beziehungen) die uneingeschränkte Natur des Lebens zu finden. Das beseitigt einerseits die gesellschaftlichen Hindernisse, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden, ehrt andererseits aber dennoch die Eltern als die grundlegende Quelle des Lebens. Deine eigene Sexualität zum Ausdruck bringen heißt, das Leben zum Ausdruck zu bringen, wie es gegenwärtig gegeben ist, und beendet die schmerzhafte Begrenzung der Vergangenheit sowohl für dich selbst als auch für die Gesellschaft. Mitgefühl für die Eltern und die ganze Menschheit verringert die gesellschaftlichen Begrenzungen, unter denen wir alle leiden.

    Sonne

  32. Die Macht des Lebens, die durch weiblich/männliche Gegenseitigkeit zum Ausdruck kommt, wird mit Begriffen wie Liebe und ähnlichen Worten als gesellschaftliche Idealvorstellung beschrieben. Die Traditionen schreiben dieser Beziehung sogar eine göttliche Stellung und äußerst wohltätige Eigenschaften zu. Es ist nicht so, dass solche Bekundungen nicht wahr sind, aber ohne echte und praktische Werkzeuge, die diese Äußerungen als fassbare Realität des Lebens erfahrbar machen, bleiben sie abstrakte Vorstellungen. Es sind Worte, die Menschen unglücklich machen, weil sie ihnen zu verstehen geben, dass etwas fehlt. Im Leben fehlt nichts, und wir alle teilen denselben menschlichen Zustand.

    Welle

  33. Aufgrund der krassen Zweiteilung zwischen Ideal und wahrgenommener Alltagserfahrung bewirken alle Ideale und abstrakten Vorstellungen – von gesellschaftlichem Idealismus hin bis zum sublimen religiösen Ausdruck – eine mentale Trennung vom Leben. Also ist es besser, ohne irgendwelche Idealvorstellungen einfach bei deiner Erfahrung zu bleiben, worin sie auch immer bestehen mag. Dann kann der natürliche Zustand gespürt werden. Die Erfahrung verändert sich in der natürlichen Dynamik des Lebens von empfangender und gebender Stärke.

    Feuer

  34. Die Verleugnung des natürlichen Lebenszustandes hat auf die Menschen eine missbräuchliche Wirkung. Nachdem sie missbraucht wurden, müssen sie die Phasen der Wut, des Schmerzes und des Mitgefühls – in dieser Reihenfolge – durchleben, damit Heilung geschehen kann. Schuldgefühle und Reue wegen verletzenden Handlungen, die möglicherweise durch Wut oder Verwirrung ausgelöst wurden, geben dir die Möglichkeit, Vergebung für das zu gewähren und zu erlangen, was in der Vergangenheit logisch zu sein schien. Die Heilung liegt darin, die Wut, den Schmerz, das Mitgefühl, die Vergebung und die klare Gewissheit des natürlichen Zustandes, die dafür notwendig sind, zu spüren.

    Sonne

  35. Authentischer Yoga soll uns die persönlichen Werkzeuge geben, die uns in die Lage versetzen, in Körper, Atem und Beziehung an der Realität des Lebens tatsächlich teilzuhaben. Diese Werkzeuge sind leicht erlernbar und mühelos anwendbar. Es geht darum, in der Tiefe zu erkennen, dass der Kampf mit uns selbst und mit anderen Menschen, der entsteht, weil wir glauben, dass etwas fehlt, unnötig ist. Er wird uns vom gesellschaftlichen Verstand eingegeben. Echte Meditation beginnt, wenn die Gewohnheiten des Verstandes gesehen werden. Wir erkennen den Kampf und geben ihn auf. Die Fragen, die uns eingegeben wurden, lösen sich auf. Der Kampf ist vorüber und mit der Zeit auch der Krieg.

    Welle

  36. Liebe ist persönlich und natürlich. Sie ist spürbare, persönliche Achtung für einen realen Menschen. Sie besteht nicht in den unerfüllten Begierden, die uns von der Kultur eingegeben werden. Jeder Versuch, Gott mit Hilfe religiöser oder tantrischer Praktiken durch einen anderen Menschen finden zu wollen, verleugnet implizit den anderen Menschen und führt zu Kampf und Trennung. Diese Denkgewohnheiten sind gesellschaftlich verwurzelt, und wir tragen sie sogar dann in uns, wenn wir nicht religiös geprägt sind. Die Vorstellung von einer „höheren“ Liebe setzt den Wert menschlicher Liebe herab. Wo menschliche Liebe vorhanden ist, dort ist zwischen Gott und dem Menschen kein Unterschied zu erkennen. Das ist das echte Tantra, das Werkzeug des Lebens und des Yoga. Die Körper werden durch und durch belebt. Der Frieden und die Macht, die dem Leben innewohnen, erwachsen spontan in einem plötzlichen oder allmählichen Prozess als die grundlegendste siddhi, die Gabe des Lebens. Hieraus erwachsen alle anderen siddhis und werden nutzbar gemacht.

    Feuer

  37. Das Ringen mit sich selbst und mit anderen Menschen endet, wenn die männlich/weibliche Polarität, die Form und Prozess des Lebens ist, in der Gesellschaft eine Vorrangstellung erhält. Das gegenseitige Einvernehmen wird höher geschätzt als alles andere, und die Beziehung selbst, in der die Sexualität eine wesentliche Rolle einnimmt, ist unser wichtigstes Anliegen und unser Vergnügen. Die Sexualität entwickelt sich, und alles andere ist diesem höchsten Lebensprinzip untergeordnet. Alles wird dann durch die männlich/weibliche Nähe, Intelligenz und Macht informiert und von diesen geordnet. Gesellschaftliche Normen haben die natürliche Vorrangstellung der Beziehung jedoch herabgewürdigt. Alternativen zu Nähe und Intimität werden in Form von Religion, Karriere, Konsumdenken, Politik oder Kunst angeboten. Ohne Nähe als das ihnen zugrundeliegende Prinzip führen sie allerdings zu fehlgeleiteten gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, die sexuelle Weisheit verleugnen oder sogar unterdrücken. Die Verpflichtung zu männlich/weiblicher Intimität wird deshalb zum obersten Prinzip eines geistig gesunden Lebens. Als natürliche Form des Lebens liegt sie für alle Menschen in greifbarer Nähe. Die Gesellschaft blickt jedoch auf eine lange Geschichte zurück, in der Sexualität grundsätzlich verneint und abgelehnt wurde. Die einzige Chance, uns von dieser Einschränkung des Lebens zu befreien, besteht in der regelmäßigen Praxis freimütiger körperlicher Liebe, die durch echten Hatha-Yoga unterstützt werden kann. Die unabhängige Macht jedes Menschen entwickelt sich in dem Maße, in dem Polaritäten miteinander verschmelzen. Das Vergnügen und die Macht des Weiblichen sowie die Fähigkeit, einen anderen Menschen zu empfangen, dürfen in Mann und Frau erblühen.

    Sonne

  38. Um dich vom Gegenteil der Liebe zu befreien, musst du dich vom Ideal der Liebe (oder der Suche nach Liebe) befreien. Unsere Eltern – unsere „unvollkommenen Träger“ der Liebe – haben uns zwangsläufig betrogen, und aus Gewohnheit suchen wir weiterhin in allen Lebenssituationen nach Liebe. Wenn wir die Suche aufgeben, dann sickert der natürliche Zustand durch, der Liebe ist. Jetzt wissen wir, dass elterliche Liebe vollkommen ist. Sie ist die Natur selbst, die sich machtvoll bewegt und uns vorrangig vor allen gesellschaftlichen Begrenzungen hervorgebracht hat und am Leben erhält.

    Welle

  39. Sexuelle Praktiken entwickeln sich aus der Befangenheit urwüchsigen Verbindungen gegenüber, die ebenso sehr eine spirituelle oder emotionale Verwandlung darstellt wie die Verwandlung, von der im Zusammenhang mit Religion die Rede ist. Sie ist jedoch greifbar, wird auf energetischer und körperlicher Ebene gespürt und ausgedrückt. Die sinnentleerende Angewohnheit der Spannungserleichterung verändert sich hin zur entspannten Versenkung in die Gegenseitigkeit des Lebens. Die erneuernde Kraft des Lebens, die Kraft männlicher und weiblicher Polarität innen und außen ist am Werk. Sie wird als die Kraft gesteuert, die hinter allem Handeln steht, wozu – zur richtigen Zeit – auch die Fortpflanzung und die Sorge für Kinder gehören. Intimität zwischen Erwachsenen wird dann zum klaren gesellschaftlichen Rollenbild, das an die Kinder weitergegeben wird, und zur Grundlage des gesellschaftlichen Lebens.

    Feuer

  40. Spirituelles und gesellschaftliches Elitedenken haben in der heutigen Zeit abgenommen. Das Gewöhnliche wird nun als außergewöhnlich geehrt und geschätzt, als etwas, das sich nicht vom Höchsten unterscheidet. Geistige Übertragung geschieht nicht durch exklusive Mittlerschaft, sondern einzig und allein durch gewöhnliche und ebenbürtige Menschen und besonders in der Verbindung zwischen Mann und Frau, durch die der Himmel zur Erde herabströmt, um neue Form hervorzubringen. Im Gewöhnlichen wird das Ungeschaute (mittels des Geschauten) erkannt. Die Vereinigung von Himmel und Erde wird im natürlichen Zustand erkannt. Die vollkommene Hingabe an alle gewöhnlichen Zustände offenbart die Unendlichkeit. Sie unterscheiden sich in nichts voneinander.

    Sonne

  41. Ein Yogi ist geschlechtslos, oder beide Geschlechter sind vielmehr in vollkommener Vereinigung in seiner Form ganz und gar präsent. Yoga befreit vom Verstand, der die männlich/weibliche Polarität des Lebens, innen und außen empfangende Stärke, begrenzt.

    Welle

  42. Die Menschen und die Menschheit insgesamt überlassen ihre Lebenskraft allen möglichen Autoritäten, Gurus, Priestern und Wissenschaftlern, als ob sie die Hüter der Wahrheit wären und nicht der eigene Herzschlag, der eigene Atem, die eigene Sexualität. Du verlierst deinen eigenen Boden, die Kraft des Lebens selbst. Sobald du erkennst, dass dein Boden nicht verloren gehen kann, stehst du in deiner eigenen Autorität als das Leben selbst. Die Techniken der Kultur, der Gurus, Priester und Wissenschaftler werden dann zu deinen eigenen Techniken und erfüllen sich in dir mit Macht erfüllt. In dem offenkundigen einzigen Zustand, der das Leben ist, werden diese Menschen dann vielleicht zu deinen gleichrangigen Freunden, statt deine Meister zu sein, als ob du ein Sklave wärst. Normalerweise setzen sie allerdings ihre unbewussten Pläne ins Werk, um dich im Zustand der Sklaverei festzuhalten. Die Zerschlagung dieser ungeprüften Rollenbilder, auf denen ganze Gesellschaften aufgebaut sind, ist der befreiende Prozess. Geist hat deine Form geschaffen. Du bist der oder die Auserwählte, und du bist der gewöhnliche Buddha. Wenn du mit der Autorität im Frieden bist, wirst du selbst zu einer Autorität.

    Feuer

  43. Es gibt nichts, was erreicht werden müsste. Das Universum trägt vollkommen Sorge für sich selbst, und das schließt dich ein. Anhaltende Erneuerung und anhaltendes Gleichgewicht sind ewig vorhanden. Nicht einmal der massenhafte Missbrauch unserer Zeit (den wir berichtigen können und müssen, indem wir die männliche Stärke im Kontext des nährenden Weiblichen zur Welt bringen) hat eine Auswirkung auf die Vollkommenheit, die dein eigener Zustand ist.

    Sonne

  44. Schlussfolgerung: Wenn Gott, der höchste Zustand des Seins, die Quelle unseres Lebens ist, dann ist dies entweder wahr oder nicht. Wir können es ebenso wenig in einen Prozess der Suche verwandeln wie wir uns durch die Tatsache, dass die Sonne der Ursprung unseres Sonnensystems ist, veranlasst sehen, sie zu suchen. Die Sonne ist eine stillschweigende Präsenz in unserem Leben, die wir genießen. Der Versuch, uns einem vorgegebenen gesellschaftlichen Konzept wie Gott hinzugeben oder daran zu glauben, sorgt nur dafür, dass unser Verstand beschäftigt und überanstrengt bleibt. Hingabe, in den Überlieferungen ishvarapranidhana genannt, und Glaube, als shraddha bezeichnet, sind gleichbedeutend mit der Aufgabe spiritueller Vorstellungen. Es ist ganz einfach klar, dass das Wunder des Lebens und seine Quelle unser natürlicher Zustand ist, der in uns – als wir – bereits zutiefst besteht. Das ist vollkommener Glaube und vollkommene Hingabe an das Leben, was das Leben in seiner Gesamtheit, in seiner ungeheuren Intelligenz und unermesslichen Verbundenheit auch immer ist. Echter Yoga entsteht dann auf natürliche Weise als die Bewegung des Lebens in Körper, Atem und Beziehung, statt eine Manipulation des Lebens und eine Einschränkung des lebenden Organismus durch Vorstellungen und geistige wie körperliche Anstrengung zu sein.

    Welle

  45. Yoga ist in der großen upanishadischen Kultur zu einer Zeit entstanden, in der es das Konzept einer heiligen Persönlichkeit oder eines alleinigen Gottes noch nicht gab. Es war eine Weisheitskultur, die in dem einfachen Wissen lebte, dass alles Brahman oder Gott ist. Sonne, Mond, männlich, weiblich, Atem, Sinne, Speisen – alles war Gott. Es gab noch nicht die Vorstellung von Gott als einer besonderen Person, die ganz automatisch bedingte, dass alle anderen es nicht waren. Die Dichotomie wurde noch verstärkt, als die Idee der göttlichen Person als Lehre verpackt, ausgeteilt und dem gesellschaftlichen Verstand und Verhalten aufgezwungen wurde. Es ist die Ursache des menschlichen Elends, dass wir versuchen, etwas zu sein, das wir nicht sind, statt das Wunder und die Macht des Lebens zu genießen, das uns bereits in Fülle gegeben ist.

    Feuer

Publikationen

Marks Veröffentlichungen

Bücher (deutsch)

Herz Yoga Herz-Yoga: Die heilende Kraft inniger Verbindung

Bücher (englisch)

Yoga of Heart Yoga of Heart: The Healing Power of Intimate Connection

DVDs (englisch)

Real Yoga for Real People Real Yoga for Real People

CDs (englisch)

Pure Love Project Pure Love Project

Yoga of Heart, Vol. 1 Yoga of Heart, Vol. 1

Yoga of Heart, Vol. 2 Yoga of Heart, Vol. 2

God and Sex2 God and Sex: How You Embrace Both

Termine

Workshops und Retreats mit Mark – in Europa

5. und 6. Mai
Frankfurt am Main
www.balanceyoga.de

12. und 13. Mai
Graz
www.yuna.at

19. und 20. Mai
München
www.jivamukti.de


Termine überall sonst auf der Welt
findest Du hier oder erfährst Du über Marks Facebook-Auftritt.

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Links

Marks englischsprachige Webseiten

www.heartofyoga.com

www.heartofyogaretreats.com

www.thepromise.com

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Das Kleingedruckte

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